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Kündigte heutzutage jemand auf großformatigen Plakaten an: "Schaut her, ich verkaufe Toilettenpapier", dann wird der Verbraucher deshalb kaum eine Rolle zusätzlich kaufen. Stattdessen tanzt dazu ein Bär vergnüglich durchs Bild und schmust zudem noch mit der sanften Rolle Toilettenpapier. So hat sich auch der Nutzen von Werbung seit Anfang des 20.Jahrhunderts bis heute stark verändert. Ging es früher vornehmlich darum mit Werbung auf ein Produkt aufmerksam zu machen, damit dies von möglichst vielen Kunden gekauft wird, so ist der heutige Kaufvorgang komplexer geworden. Erlebniswelten schaffen! Immer häufiger werden um Produkte wahre Erlebniswelten erzeugt, die eine Stimmung, ein Gefühl, kurz eine Emotion beim Verbraucher vermitteln. Statistiken belegen in diesem Zusammenhang, dass ein Mensch 80% seiner Entscheidungen "aus dem Bauch" trifft - und nicht wie stets vermutet, aus rationalen Aspekten (also mit dem Kopf). Werbung hat somit neben der reinen Informationsfunktion ("Wir verkaufen Toilettenpapier") auch eine Kommunikationsfunktion ("Unser Toilettenpapier ist ja soooo weich") und eine Imagefunktion ("Auf das Charmin® Toilettenpapier verlässt sich sogar ein starker Bär"). Dabei müssen die unterschiedlichen Anbieter den möglichen Kunden schon "ein sehr gutes Gefühl im Bauch" verschaffen, wenn diese zu einer bestimmten Marke greifen - und zudem ein paar Euro mehr für das "Marken-Toilettenpapier" bezahlen sollen. Infos zu diesem Artikel
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